U12-U15: 25. Urmitzer Herbstturnier in Urmitz (28.10.17)


"Goldener Herbst" im Doppelpack

Urmitz. Das Urmitzer Herbstturnier ist in dem Vierteljahrhundert seines Bestehens zu einer Institution weit über die Grenzen des Rheinlands hinaus geworden. Auf diesem bundesoffenen Ranglistenturnier des JV Rheinland trafen sich Ende Oktober Judoka der Altersklassen U12 bis U18.
Trotz Judo-Safari-Übernachtung und zweistündiger Anreise ließ sich Ines Schiffler vom JCU nicht von der Turnierteilnahme unter ca. 150 U12-Teilnehmern abhalten, musste sich aber über dreieinhalb Stunden in Geduld fassen und gegen die aufkommende Müdigkeit ankämpfen, ehe ihre Gewichtsklasse an den Start ging. Ines' Gegnerinnen, darunter Kämpferinnen von dem sehr erfolgreichen Verein Kim Chi Wiesbaden, waren allesamt sehr stark und motiviert. In spannenden Kämpfen hielten sie Ines lange Zeit "auf Trab", bis sich Ines jeweils mit Ippon durchsetzen konnte. Im Finalkampf (Gegnerin 5 kg schwerer) holten beide Mädchen das Letzte aus sich heraus, am Ende musste sich Ines knapp nach Punkten geschlagen geben. Da sie aber insgesamt trotzdem die meisten Punkte gesammelt hatte, durfte sich Ines am Ende doch über den Turniersieg freuen.

Urmitz

Am Nachmittag kämpfte Alexa Kelle (U15), auch sie hatte trotz Betreuerfunktion bei der Judo-Safari am Vorabend nicht auf die Herausforderung verzichten wollen. Wie Ines hatte auch Alexa starke Kontrahentinnen u.a. vom Kim Chi Wiesbaden - gegen eine von ihnen ging es gleich in der ersten Begegnung. Trotz sehr aggressiven Herangehens der Gegnerin gelang Alexa ein Waza-ari und gleich anschließend ein Tai-o-toshi, der ihr den Ipponsieg einbrachte. Weitere Kämpfe bestritt Alexa souverän innerhalb der ersten 30 Sekunden wahlweise mit Tai-o-toshi bzw. Ken-ken Uchi-mata. Im Finalkampf stand sie (wie eigentlich fast erwartet) wieder ihrer ersten Gegnerin gegenüber. Diese war natürlich von ihrem Trainer nochmals vorbereitet worden und legte einen noch aggressiveren Kampfstil am dem Tag. Alexa reagierte besonnen, konnte aber einen gegnerischen Wurf trotzdem nicht verhindern. Der zunächst angezeigte Ippon wurde vom Kampfrichter nach einem Blick zu den Seitenrichtern zu Waza-ari korrigiert, der Kampf ging also weiter. Unbeeindruckt und geduldig wartete Alexa auf ihre Chance, die sich kurze Zeit später bot: Alexa konterte einen Angriff mit O-soto-otoshi, was ihr einen Ippon und den Turniersieg einbrachte. An ihrer Freude konnte auch das lange Warten auf die Siegerehrung nichts ändern.