U10-U14: 12. Hopser-Turnier der Judo-Hüpfer in Landau (04.10.15)


"Judo-Hopser" in Topform

Landau. Zum 12. Mal richtete Judokan Landau das all die Jahre gut besuchte "Hopser-Turnier der Judo-Hüpfer" aus, diesmal erweitert für die Altersklassen U10, U12 und U14. Die Besonderheit dieses Turniers besteht darin, dass nur mit weißen und roten Wettkampfgürteln gekämpft wird, die Gegner ihre jeweilige Gürtelgraduierung also nicht kennen. Sieben Nachwuchskämpferinnen und -kämpfer des JCU und Coach Jörg Blank stellten sich der Herausforderung.
Samstags fanden die Kämpfe der U12 statt. Gekämpft wurde nach dem 20-Punkte-Addiersystem mit folgenden Wertungen: Ippon = 10 Punkte, Waza-ari = 5 Punkte, Yuko = 3 Punkte; Shido (Strafe) = 2 Punkte für den Gegner. Die U12w vertrat für den JCU Franziska Baier und hatte sich prompt einer Gruppe stärkster Kämpferinnen, die zum großen Teil im pfälzischen Judo-Stützpunkt Speyer trainieren, zu stellen. Kontinuierliches Training und Wettkampferfahrung zahlten sich für Franziska in mehreren Wertungen und Siegen aus, so dass sie am Ende die Bronzemedaille im Empfang nehmen konnte.
Tom Kania in der U12m ging wie immer ruhig in seine Kämpfe, um dann mit explosiven Aktionen souveräne Siege einzufahren, die ihn zielsicher ganz oben aufs Treppchen brachten. Maximilian Mrosek hatte starke Gegner, doch mit seinem durch Judo-Erfolge gewachsenem Selbstbewusstsein und ausgefeilter blitzschneller Technik gewann auch er alle seine Kämpfe und durfte sich über Gold freuen.

Landau 15

Am Sonntag kämpfte zuerst die U10, Mädchen und Jungen in gemischten Gruppen. Yannik Wolter gewann seine Kämpfe mit Ippon und hervorragend angebrachten Haltegriffen, erhielt im Finalkampf dann jedoch zwei durch seinen Gegner provozierte Shido, die ihn wertvolle Punkte kosteten - damit Silber für Yannik. Trotzdem freute er sich über seine erzielten Erfolge, zumal ganz deutlich wurde, wie schmal die Grenze zwischen Gold und Silber sein kann.
Milan Pagac zeigte wunderbar ausgeführte Seoi-toshi, die ihm Siege mit Ippon bzw. nach Punkten einbrachten. Bei der Siegerehrung strahlte er mit seiner Goldmedaille um die Wette. Ines Schiffler hatte in ihrer Gruppe nur Jungen, weshalb sie den ersten Kampf eher abwartend begann. Nach einigen Sekunden geriet sie ins Straucheln, und als hätte es das gebraucht, bedrängte sie nun kraftvoll und immer wieder nachsetzend ihren Gegner, brachte ihn zu Fall und hielt den Haltegriff über die erforderliche Zeit. Wegen des 20-Punkte-Systems ging der Kampf weiter, doch Ines lies ihrem Kontrahenten keine weitere Chance. Dies beeindruckte ihre Gegner so, dass sie anschließend relativ leichtes Spiel hatte und wider Erwarten und voller Freude ebenfalls Gold holte.

Landau 15

In der U14w, die nach den Wettkampfregeln der U15 auf einen Ippon = 10 Punkte kämpfte, trat Alexa Kelle an und war ähnlich wie Franzi am Vortag in einer Gruppe sehr starker und erfahrener Judoka. Sie kämpfte wie eine Löwin, siegte und punktete mehrfach. Die trotz aller Gewandtheit und exakt ausgeführter Techniken einzusteckenden Niederlagen waren äußerst knapp und im letzten Kampf durch einen mehr als fragwürdigen Kampfrichterentscheid besonders bitter - am Ende freute sich Alexa dann doch über Bronze.
Allen Athleten Respekt und herzlichen Glückwunsch zu ihren Leistungen auf diesem wieder einmal sehenswerten und gut organisierten Judo-Event!